Dreaming in the Summer Wolfgang D. Bauer - Robyn W. Fairclough - Angel Peychinov 22.7.-26.8.2010

Szenen aus Blue Velvet, Die Reifeprüfung, Pulp Fiction oder etwa Eyes Wide Shut inspirieren den 1977 in Vöcklabruck, Oberösterreich geborenen Wolfgang Dieter Bauer zu seinen Bildern. Es entstehen jedoch keine auf Leinwand gebannten Filmstills, sondern Neuinszenierungen der Filmcharaktere in luxuriösen Hotelresorts oder auf Booten. Die scheinbare Idylle wird durch Bildelemente gestört, die der Betrachter erst nach genauerem Hinsehen entdeckt: etwa ein junger Mann, der auf dem Rasen vor einer imposanten Villa ein Ohr aufhebt. Bauer studierte von 1998 - 2003 Malerei an der Kunstuniversität Linz unter der Leitung von Ursula Hübner und schloss mit Auszeichnung ab.

Robyn Whitney Faircloughs Charaktere sind überwiegend Kinder, die am Strand spielen oder gedankenversunken im Sand sitzen. Die kindliche Unbekümmertheit fasziniert die Malerin, die mit breiten Pinselstrichen Farbflächen auf die Leinwand aufträgt. Durch diese abstrakte Malweise wahrt sie eine gewisse Distanz zu den Dargestellten und lässt dem Betrachter Raum für seine eigene Interpretation der Szenen.

Fairclough studierte von 1977-92 an der The Museum School of Fine Arts, Boston, der University of California, Santa Cruz und der University of Iowa. 1992 wurde sie mit dem Eve Drewlowe Award ausgezeichnet, 2000 erhielt sie den Marion Art and Repro Award.

Der 1977 in Bulgarien geborene Angel Peychinov studierte in seinem Heimatland an der Kunstakademie in Plovdiv und von 2001 bis 2007 an der Frankfurter Städelschule bei den Professoren Hermann Nitsch, Simon Starling und Christa Näher. Von 2006 bis 2007 war der Maler Stipendiat der Dr. Hans-Werner Dildei Stiftung. 2007 schloss er sein Studium als Meisterschüler bei Prof. Näher ab. In seinen hyperrealistischen Szenen spielen die Bewegungen des Körpers und der Stoffe eine wichtige Rolle. Der Betrachter kann sowohl die Souplesse eines Seidenschals als auch die Kraft nachempfinden, mit der dieser um die Haare der Protagonistin geschlungen ist. Seine neue Bilderserie zeigt junge Frauen im Portrait, springend oder liegend und wird ergänzt um frühere Arbeiten, deren Charaktere gedankenversunken und bisweilen melancholisch dargestellt sind.