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EDITE GRINBERGA | MAXIMILIAN VERHAS Vernissage am 05. September 2018

/ Beatris

Wir laden Sie herzlichst zu unserem Eröffnungsabend der Ausstellung EDITE GRINBERGA | MAXIMILIAN VERHAS am Mittwoch, den 05. September 2018 um 18:30 Uhr, in der Feldbergstraße 28 in Frankfurt am Main, ein. Philipp Hofmann und Bruno Feger werden anwesend sein.

 

 

Edite Grinberga wurde 1965 in Riga, Lettland, geboren. Von 1975 bis 1982 studierte sie an der Janis Rozentals Kunstschule und ab 1983 Malerei und Textilgestaltung an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Riga. Im Anschluss an ihr Studium war sie zunächst als freischaffende Künstlerin in Riga tätig. Seit 1990 lebt und arbeitet sie in Berlin. 2011 hielt sie sich im Rahmen eines Stipendiums am Santa Fe Art Institute in New Mexico, USA, auf.
Die verlassenen Interieurdarstellungen, die E. Grinberga mit wenigen Alltagsgegenständen, wie einem Buch, einem Kleidungsstück, einem Musikinstrument oder einem Stuhl ausstattet, strahlen eine wunderschöne Melancholie aus. Diese melancholisch verträumten Momente fängt sie keinesfalls zufällig ein. Das Konzept der Künstlerin erfordert zunächst die Findung einer harmonischen Komposition der Objekte im Raum. Wobei der Einfall von Licht und Schatten wohl das wichtigste Requisit darstellt. Es muss also der perfekte Lichteinfall und die damit zusammenhängende Schattenbildung erzeugt werden. Teilweise nutzt die Künstlerin auch Spiegel, die das Licht in die gewünschte Richtung lenken, wodurch interessante und komplexe Schattenspiele entstehen. Darauf fotografiert die Künstlerin den Raum zu unterschiedlichen Zeitpunkten, um die perfekte Licht- und Schattenkomposition einzufangen. Erst dann beginnt die Künstlerin mit dem Malen.
Die alltäglichen Gegenstände, die sich auf den Bildern finden, scheinen eben erst verlassen worden zu sein. Sei es ein angebissener Apfel, ein umgefallener Stuhl oder ein auf dem Boden liegender Schlüsselbund. All diese Gegenstände blicken auf die Vergangenheit und erzählen eine Geschichte. Die Gegenstände lassen dem Betrachter großen Spielraum für Interpretationen und für seine eigene individuelle Geschichte, die er sich selbst kreiert oder an die er erinnert wird. Durch das gezielte Einsetzen von Licht und Schatten erzeugt sie im „fast“ leeren Raum Lebendigkeit – zusätzlich schafft sie durch die Abbildung von Stoffbahnen eine gewisse Dynamik in ihre Werke zu transportieren.
Die Werke der Künstlerin waren bereits in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. 2015 waren ihre Arbeiten unter anderem in einer Ausstellung im Museum Ixchel in Guatemala City und in der Stephanie Breitbard Gallery in San Francisco zu sehen. 2017 waren ihre Werke im Städtischen Museum, Wesel ausgestellt.

 

Die Kunstwerke des in Essen geborenen Künstlers Maximilian Verhas entspringen dem Grunde nach einem urkünstlerischen Prinzip – der Sinneswahrnehmung. Schon während seiner Ausbildung im Fach Bildhauerei an der Akademie für Bildende Künste in Nürnberg setze sich der angehende Künstler intensiv dem Thema „dimensionaler“ Wahrnehmung auseinander. Es ist das Prinzip der Mehransichtigkeit, welches ihn damals wie heute fasziniert- eine Ästhetik, die durch Formen und fliesende Kompositionen, je nach Betrachterstandpunkt, zum Vorschein kommt.
Im Vergleich zu zweidimensionalen Kunstgegenständen, wie Gemälden, können skulpturale Arbeiten auf anhieb nie in Ihrer Gesamtheit erfasst werden. Erst du einen Wechsel des Standpunktes erschließen sich dem Betrachter neue Ansichten des Körpers. All diese Aspekte fasste Verhas 1990 für sich zusammen und erschuf daraus die Serie der sogenannten „Rollkörper“.
Die aus Bronze gegossenen Skulpturen wirken im Ruhestand träge und statisch. Gibt man ihnen jedoch einen Anstoß bewegt sich der Körper gleichmäßig entlang der Rollkanten und verwandelt diesen in einen Rhythmus gleichförmiger Bewegung. Die von Verhas präzise vorab bestimmten Rollkanten sind von kompositorischer Funktion und bringen das Wechselspiel aus konvexen und konkaven Formen noch deutlicher zum Vorschein.

 

Über Ihren Besuch freuen wir uns sehr!

Mit freundlichen Grüßen
Barbara von Stechow & Team