Isa Dahl – Info

Isa Dahl wurde 1965 in Ravensburg geboren. Heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Stuttgart.

1984 begann sie ihr Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. 1989 wechselte sie an die Kunstakademie Düsseldorf zu Professor Dieter Krieg, wo sie ihren Abschluss als Meisterschülerin machte. Die Kunstakademie ermöglichte ihr ein Jahr darauf ein Reisestipendium für die USA. Dahl gewann zahlreiche Preise, unter anderem den 1. Preis für Neue Malerei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen im Jahr 1992, 1993 den Förderpreis beim 11. Bundeswettbewerb Kunststudenten stellen aus, 1997 gewann sie den 1. Förderpreis Oberschwäbischer Kunstpreis und 1999 den Förderpreis Künstlerbund Baden-Württemberg. Zudem erhielt sie den Villa Romana-Preis, verbunden mit dem einjährigen Aufenthalt in der Villa Romana in Florenz und das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium. Es folgten weitere Stipendien und Auslandsaufenthalte. Seit 2005 arbeitet sie mit der Staatlichen Majolika Manufaktur in Karlsruhe zusammen.

Auch für den öffentlichen Raum fertigte Isa Dahl mehrere Werke an, unter anderem im Jahr 2000 für das Foyer der Stadthalle in Ditzingen, 2003 für den Neubau der Medizinischen Klinik in Heidelberg, 2012 eine Außenarbeit für das Institutsgebäude Institut für Hochleistungsimpuls- und Mikrowellentechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), 2014 für den Eingangsbereich des Andachtsraum des Klinikums Schillerhöhe in Stuttgart und für den i 2 i – room bei Ratiopharm in Ulm im Jahr 2015.

Das Werk Isa Dahls ist durch Pinselbahnen, die sich spiralförmig in-, über- und untereinander in mehreren Farbschichten in Lasurtechnik zu einem Liniengeflecht konzentrieren, geprägt. Diese gegenständliche und doch abstrakte Malweise verleiht den imaginären Bildräumen durch eine exakte Planung und einem dynamischem Farbauftrag eine große Tiefenwirkung und eine intensive Leuchtkraft. Dahl verwendet für ihre Werke sowohl Farbmischungen der primären Farbpalette wie Rot und Gelb als auch Sekundärfarben wie Orange und Grün. Die Ölfarben werden entweder auf der Palette oder auf der Leinwand selbst zu neuen Farbmischungen vermalt. Dahl benutzt also keine reinen Farben. Die farblichen Abstufungen erzeugen eine Unendlichkeit des Bildraumes und offenbaren dem Betrachter zahlreiche Schichten – Begrenzungen scheint es hier nicht zu geben. Das eigene Umfeld dient der Künstlerin als Inspiration für die hochkomplexen Gebilde, die an biomorphe Formen erinnern. Szenen werden hierfür zuvor skizzenhaft festgehalten, dann beginnt der malerische Prozess. In großer Konzentration und ohne lange Unterbrechungen versucht Dahl zu malen. Dabei bestimmt ihr Tempo auch das Tempo des Bildes bis eine Eigenständigkeit des Bildes entsteht.