Felix Eckardt und seine Arbeit

Eindrücke von anderen Ländern und Kulturen dienen Felix Eckardt oft als Inspirationen und tauchen überall in seinen Bildern auf. Grundlage hierfür sind ausgedehnte Malreisen, besonders in die Metropolen der USA, aber ebenso nach Südamerika und Europa, wo ihn bisher besonders London und seine Heimatstadt Hamburg malerisch faszinierten. Es ist das Leben, es sind die Menschen und ihre Vielfalt im urbanen Raum, die ihn inspirieren und bereichern. Hierbei faszinieren ihn besonders schöne, stille Momente, kleine Oasen der Besinnung in der Großstadt, die man im Vorbeilaufen übersehen würde, die aber im Prozess der Motivsuche, als Kontrast zum Rausch der Städte zu Tage treten. Den Moment zu konservieren ist eines seiner großen Themen. Was würde sich besser dafür eignen als ein Bild, das es schafft, die Stimmung auch in der Tiefe zu konservieren. So ist in seinen Bildern oft eine magische Ruhe zu finden, obwohl es sich bei den abgebildeten Lokalitäten meist um sehr belebte Umgebungen handelt. Die impressionistisch, fleckige Malweise unterstreicht in ihrer manchmal lockeren, fragmentarischen Art ebenso die Flüchtigkeit des Moments, wie die groben, machmal feinen, selten fest wirkenden Striche. So entdeckt man, aus der Nähe betrachtet, oft ein spannendes Miteinander von großen und kleinen Flecken, die einen fast schon freien, nachlässigen Charakter haben. Je weiter man sich aber von Ihnen entfernt, umso mehr ziehen sie sich zu realen Formen zusammen und erreichen bei ausreichender Distanz einen malerischen Realismus. Nicht nur hier begegnen wir also den verschiedenen Ebenen in Felix Eckardts Bildern, sondern stoßen bei ihm auch auf ein reges Interesse für Spiegelungen, die eine weitere Ebene ins Spiel bringen und uns eine neue, andere Realität aufzeichnen, eine Parallelwelt, die genauso existent ist wie die, in der wir glauben uns zu befinden. Auch ist dies eine spirituelle Metapher dafür, dass es mehrere Ebenen der Realität, verschiedene Wahrheiten gibt.
Felix Eckardt streift als Farb- und Formtourist mit Skizzenbuch und Kamera durch die Gegend, eine Mischung aus Pleinairmaler und Fotograf, wobei er die Fotos nur als Grundlagen für Computercollagen nimmt, die er gerne als Grundlage für einige seiner Bilder benutzt, um sie im Laufe des malerischen Entstehungsprozesses eines Bildes zu übermalen und verschwinden zu lassen. Felix Eckardt ist malerischer Realist mit Freude an Ausflügen in die sanfte Abstraktion. Auf das malerische Handwerk, besonders im Hinblick auf bildnerische Komposition und gestalterische Wege legt er sehr viel Wert. Seine bevorzugten Techniken sind Öl und Acryl.


Die Galeristin Anne Moerchen über Felix Eckardt:

Eine Malerei gibt Alltagssituationen wieder, eine erfrischende leidhtigkeit,die oft gesehene Momente in den Mittelpunkt stellt und den Betrachter damit einbezieht.
Jeder von uns hat solche Situationen schon gesehen oder erlebt und durch diese Momentaufnahmen, durch das Festhalten des Augenblicks gibt er diesem eine aktuelle Wichtigkeit, ein "deja vu"-Erlebnis. Felix Eckardt lässt uns am Erlebten teilhaben und spricht somit unser Gefühl an. Die Motive in seinen Bildern wirken voller Leben und Energie. Sie erscheinen nie statisch oder schwer, sondern erfassen den Moment,geben ihm Leben und Bewegung. Mancher Raum in seinen Bildern wirkt "unscharf", wie verwischt oder wird ausgespart. Dies soll ganz bewußt signalisieren, dass ein Ablauf nur kurz gestoppt, vom Maler festgehalten wurde, aber drumherum bleibt alles in Bewegung,das Leben pulsiert weiter.