Oliver Christmann

Oliver Christmann. Dialektik der Bilder – Malerei zwischen Konstruktion und Intuition.

von Dr. Theresa Nisters

[…]

Christmanns Bilder leben von der Vibration farblicher Felder, die sich voneinander absetzen, aufeinanderstoßen, verschwimmen und so schließlich ein ausgewogenes Ganzes bilden. Dabei lässt der bilaterale Bildaufbau die Struktur des künstlerischen Verfahrens sichtbar werden. Denn Christmann konstruiert seine Bilder durch die kontinuierliche Wiederholung zweier widersprüchlicher Gesten. Schicht um Schicht trägt der Maler Acrylfarbe auf die Leinwand, um in einem nächsten Schritt die soeben vollendete Arbeit durch das Abkratzen noch frischer Farbschichten wieder rückgängig zu machen. Die bunten Oberflächen seiner Bilder spiegeln demgemäß die sie hervorbringende, ambivalente Dynamik von Bedecken und Aufdecken, Offenbaren und Verbergen, Schöpfen und Zerstören wider. Zugleich evozieren sie im engen Nebeneinander, der Überlagerung und Durchdringung unterschiedlichster Farbqualitäten eine Tiefenwirkung, die die Fläche des Bildträgers in den Raum öffnet.

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