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PHILIPP HOFMANN | BRUNO FEGER Vernissage am 20. Juni 2018

/ Steffen Schmitt

 

Wir laden Sie herzlichst zu unserem Eröffnungsabend der Ausstellung PHILIPP HOFMANN | BRUNO FEGER am Mittwoch, den 20. Juni 2018 um 18:30 Uhr, in der Feldbergstraße 28 in Frankfurt am Main, ein. Philipp Hofmann und Bruno Feger werden anwesend sein.

 
Ausstellungsdauer: 21.06.2018 bis 18.08.2018

 

Malerei oder Fotografie? Diese Frage stellt man sich unweigerlich, betrachtet man die Werke Philipp Hofmanns und deren feine, malerische Struktur, die einem Pinselstrich doch deutlich nahe kommt. Eindeutig treffen hier zwei künstlerische Welten aufeinander, die der Ölmalerei und die der Fotografie, das eigentliche Medium der Kunst Philipp Hofmanns. Die vielfältigen Facetten der Malerei scheinen in der Kunstgeschichte nahezu ausgeschöpft zu sein, ebenso schränkt die moderne Technik der Fotografie das individuelle künstlerische Handwerk des Fotografen immer weiter ein. Philipp Hofmann hat aus dieser Entwicklung heraus in seinen Werken einen neuen Ansatz der Fotografie aufgenommen, eine Verbindung beider Gattungen, in der jedoch nicht die Malerei das Können der Fotografie imitiert, sondern die Fotografie den haptischen und kompositorischen Ausdruck der Malerei entlehnt – Fotorealismus in seiner Umkehrung. Nicht die möglichst naturgetreue Wiedergabe der Dinge ist hier das Ziel des bereits viele Jahre in New York lebenden Künstlers. Mit Hilfe der Möglichkeiten digitaler Fotografie soll ein malerischer Effekt erzeugt werden, der ebenso wie die fotorealistische Malerei das Auge des Betrachters zunächst in die Irre führt und ihn vor die Frage stellt, mit welcher künstlerischen Arbeitsweise er hier konfrontiert wird. Die spezielle Technik ermöglicht es dem Künstler zudem, die Vorteile der Fotografie hinsichtlich der ganz konkreten Momentaufnahme und Perspektive zu nutzen und gleichzeitig, mit Hilfe des malerischen Effekts, die Stimmungen der Szenerie ins Bildgeschehen zu übertragen und festzuhalten.

 


 
Imposant, nahezu fantastisch erscheinen uns die monumentalen Blüten und Gewächse aus Stahl, Wachs und Harz, die Bruno Feger ihrer eigentlichen Bestimmung und der uns vertrauten Form entrückt und sie im öffentlichen Raum und der Natur platziert. Als einzelne Pflanze isoliert oder aber in Gruppen zusammengeführt ragen sie ganz selbstverständlich hier und da stählern gen Himmel. So folgt unser Blick beispielsweise einem mehrere Meter langen Stahlrohr, das in geschwungener Form und doch ganz statisch senkrecht in den Himmel ragt. An seiner Spitze entfalten sich zwei, aus kleinen Materialplättchen zusammengesetzte, oval geformte Stahlblätter. Die Schweißnähte sind noch deutlich sichtbar. Die zuvor aus einer großen Stahlplatte entnommenen Einzelteilchen werden so zu einer neuen Form zusammengefügt.
„Teilung und Zusammensetzung sind ein Widerspruch, aber lebensnotwendig.“ Auf diese Weise beschreibt Bruno Feger die Impulsgebung für den Herstellungsprozess, der für ihn einen elementaren Stellenwert hat und nicht allein zur Vollendung eines Kunstwerks dient, sondern selbst bereits Teil des Kunstwerkes ist. Zugleich wird hierin seine Faszination für Gegensätze sowohl hinsichtlich Material und Werkprozess als auch in Bezug auf den Bedeutungswert seiner Arbeiten deutlich.

 

Über Ihren Besuch freuen wir uns sehr!

 
Mit freundlichen Grüßen  
Barbara von Stechow & Team