Simon Nelke – Info

Dimensionen des Verborgenen und des Sichtbaren ziehen sich durch das gesamte Schaffen des jungen Malers Simon Nelke, dessen Werke unverwechselbar sind. Das Aufbrechen darf man hier wörtlich nehmen – so treten in seinen Arbeiten oftmals frühere Schichten zutage, die er durch partielles Abreißen von Leim und Farbe freilegt. Doch den Künstler zeichnen nicht nur eine einzigartige Technik und die besondere Farbpalette aus, sondern vor allem seine ausdrucksstarken Motive.

Mal eindringlich, mal rätselhaft erscheinen seine meist menschlichen Protagonisten, die den Betrachter in ihren Bann ziehen.
“Um ein Werk zu entwickeln, braucht es Raum, Zeit, Geist und Betrachter.”
Simon Nelke

Das, was darunter liegt, Schicht für Schicht zu Tage fördern, ans Licht bringen. Die Schatten des Sichtbaren in den Vordergrund stellen und das Verborgene zum Motiv machen. Diese Form des Kunstschaffens ist es, welche den Hamburger Maler Simon Nelke antreibt. Seit dem Beginn seines Studiums befasst sich Nelke in auffälliger Beharrlichkeit mit menschlichen Figuren. Er macht sie zu mystischen Protagonisten in seinen Arbeiten, die dem Prinzip des Setzens und Löschens gehorchen. Übereinanderschichten und partielles Abreißen der Ölfarbe bilden die Grundlage seiner speziellen Technik, wodurch frühere Schichten des Bildes wieder zum Vorschein kommen. Nelkes Palette ist im Spektralen umfangreich, seine Farbwahl unverkennbar. Er erzeugt häufig einen exotischen oder sanften Bildklang durch Verwendung abgetönter Violett-, Blau-, Grün- und Rosatöne, welche die oft magische Bildwirkung unterstützen. In allen Arbeiten Nelkes manifestiert sich ein schöpferisches Selbstbewusstsein, das sich über zeichenhafte Setzungen artikuliert. Verträumte wie auch manchmal rätselhafte Motive des Abend- und Morgenlandes oder aus der Welt nativer Völker zeugen von der Dimension des Verborgenen, die eine tragende Rolle im OEuvre des jungen Künstlers spielt.