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Julia Jansen | Tropen & Figuren – 30.Juni – 17.August 2022

/ GvS

Bei jedem Blick auf ein Gemälde von Julia Jansen können wir uns als ‚Sehende’, aber vielleicht gleichermaßen auch als ‚Getäuschte’ beobachten. Die neusten Werke der 2022 entstandenen Serie der „Tropen & Figuren“ verweisen schon im Titel auf etwas nicht klar Definiertes.

Mit den Tropen ist hier mehr als eine Klimazone gemeint, denn allenfalls die Hintergründe – die Palmen, Strand und Meer abbilden – verweisen darauf. Gemeint ist hier der Tropus, der in der Rhetorik ein Überbegriff für bestimmte Klassen rhetorischer Figuren, also Stilmittel darstellt.

Bei den gezeigten Figuren, die auf einer zweiten Ebene vor den Hintergrund gesetzt sind, handelt es sich um Allegorien. So erkennt man zwei Frauen in bunten Kleidern im Zwiegespräch, laut Titel handelt es sich um „die edle Lüge“ und „die Propaganda“ und einen jungen Mann in Shorts und T-Shirt, frontal zum Betrachtenden ausgerichtet, laut Titel beschrieben als „der Kompromiss“. Ein weiteres Bild zeigt zwei junge Damen nebeneinander in eine Richtung schreitend: Zu sehen sind „die Unverschämtheit“ und „die Entschuldigung“, einmal „gleichgesinnt“, einmal „um Augenhöhe bemüht“.

Die Stilmittel der Lyrik, die Julia Jansen in ihre Bilder einbindet, gehen auf die Figuren und Tropen der Rhetorik, der Redekunst, zurück. Sie dienen der Aufwertung, Abwertung oder Beschwichtigung innerhalb einer mündlichen Rede oder eines schriftlichen Textes. Man kann mit unterschiedlich starken, wichtigen oder sinnvollen Argumenten seine eigene Rolle oder die einer Gruppe im Gespräch aufwerten bzw. abwerten. Man kann zur Identifikation mit einer Meinung anderer aufrufen oder eigennützige Ziele als uneigennützig ausgeben, man kann die eigenen Fehler anderen zuschieben usw.

Dazu kombiniert Julia Jansen kleinformatige Bilder von bunten Vögeln: Papageien und Wellensittiche, die sich aus wenigen bunten Farbfeldern zusammensetzen. Bei den abstrakten Farbfeldern lässt die Künstlerin Ihrer Kreativität freien Lauf: Farbreflexe spiegeln sich auf einer nicht näher bestimmten Oberfläche.

Natürlich stammen die Motive der Bilder allesamt aus der Wirklichkeit, aber hier weist die Wirklichkeit auf etwas Zweifelhaftes hin. Das subtile Ungleichgewicht der Bilder wird mit sehr wenigen Details erreicht. Das Fiktive erscheint hierbei ebenso real wie das Faktische. Die Wirklichkeit ist vielleicht doch eher eine Mischung aus beidem. Ein Bild muss, um ein Bild zu sein, auf seiner Oberfläche etwas zeigen, das an dieser Stelle selbst nicht vorhanden ist. Jedes Bild ist somit ein sichtbarer Widerspruch von Präsenz und Absenz. Die Malerei von Julia Jansen ist jedoch anwesend und präsent.

Sie bietet sich dem schauenden Auge dar und liefert einen Sinn, den nur Bilder mitteilen können. Dieser entsteht durch die Sichtbarkeit des Bildes und betrifft daher die visuelle Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen. Die eigentümliche Faszination von Julia Jansens Malerei rührt vielleicht daher, dass sie das Sehen selbst zum Thema haben.

Julia Jansen, geboren 1972 in Bonn, lebt und arbeitet in Sankt Augustin, Studium an der Städelschule, Frankfurt am Main und dem Art Institute Chicago, Meisterschülerin von Thomas Bayrle, Lehrauftrag in Bonn (Werkstatt für Kunst e.V.).


IN BLOOM

/ Michelle

Susanne Auslender
Dietmar Brixy
E.M.C. Collard
Bruno Feger
Josef Fischnaller
Paul Mathey
Mirko Schallenberg
Walter Schembs
Robert Schittko
Joanna Skurska
Alireza Varzandeh
Gerd Winter

Eröffnung der Gruppenausstellung am Dienstag, den 03. Mai und Mittwoch, den 04. Mai 2022 jeweils von 18 bis 19 Uhr und von 19 bis 20 Uhr. Um vorherige Anmeldung per E-Mail mit der gewünschten Uhrzeit wird gebeten.

Ausstellungsdauer: 5. Mai – 22. Juni 2022


Joe Stefanelli – Barbara’s Choice

/ Michelle

Eröffnung am Dienstag, den 01. März und Mittwoch, den 02. März 2022, jeweils von 18 bis 19 Uhr und von 19 bis 20 Uhr. Um vorherige Anmeldung per E-Mail mit der gewünschten Uhrzeit wird gebeten.

Schirmherrschaft und Grußwort von Norman Thatcher Scharpf, US Generalkonsul in Frankfurt am Main, am Dienstag, den 01. März um 18 Uhr. Einleitung von Christoph Schütte, Frankfurt am Main.

Ausstellungsdauer: 03. März – 23. März 2022

 


Malerei – Cveta Markova | Paul Mathey | Angel Peychinov

/ Michelle

Eröffnung am Dienstag, den 25. Januar und Mittwoch, den 26. Januar 2022, jeweils von 18 bis 19 Uhr, von 19 bis 20 Uhr und von 20 bis 21 Uhr. Um vorherige Anmeldung per E-Mail mit der gewünschten Uhrzeit wird gebeten.

Die Künstler werden zur Eröffnung anwesend sein.

Ausstellungsdauer: 27. Januar – 23. Februar 2022


Kontraste – Lars Möller | Armin Völckers

/ Michelle

Eröffnung am Dienstag, den 09. November und Mittwoch, den 10. November 2021, jeweils von 18 bis 19 Uhr und von 19 bis 20 Uhr. Um vorherige Anmeldung per E-Mail mit der gewünschten Uhrzeit wird gebeten. Die Künstler werden bei der Eröffnung anwesend sein.

Ausstellungsdauer: 11. November – 05. Januar 2022


Lichtbilder | ALIREZA VARZANDEH | Vernissage 09. Oktober 2019

/ Beatris

Lichtbilder | Alireza Varzandeh

Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, den 09. Oktober, ab 18:30 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Der Künstler wird anwesend sein.

Am Donnerstag, den 10. Oktober 2019 um 18:30 Uhr liest Christine N. Kloess aus Ihrem Buch „Unser-Einzig-Artiges Leben“ vor und gewährt uns ganz private und spannende Einblicke in das Leben des persischen Künstlers Alireza Varzandeh.
Anschließend findet ein Künstlergespräch statt.

Ausstellungsdauer: 10.10. – 08.11.2019